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ENERGIEPREISE

Erdgaspreis aktuell: Preis, Entwicklung & Prognose 2026

29.03.2026

Aktueller Erdgaspreis auf Basis des TTF-Benchmarks — mit Trendanalyse, Szenarien und Einkaufsempfehlungen für die industrielle Beschaffung in DACH.

AT A GLANCE

  • TTF ist seit dem letzten Update weiter gestiegen. Der TTF-Front-Month liegt Ende März bei 54,52 EUR/MWh — ein Anstieg von rund 10 % gegenüber dem Stand vom 14. März (49,69 EUR/MWh). Gegenüber dem Februarschluss (~32 EUR/MWh) hat sich der Preis damit fast verdoppelt. Für den Einkauf heißt das: Der Preisdruck hat sich nicht beruhigt, sondern verfestigt.
  • Die Speicherlage in Europa hat sich weiter verschlechtert. Die EU-Speicher liegen Ende März bei rund 28,4 % Füllstand, Deutschland bei etwa 22 %. Die Niederlande stehen bei nur noch 6 % — ein kritisch niedriger Wert. Europa muss bis zum Winter auf mindestens 90 % auffüllen und startet diese Saison mit deutlich weniger Puffer als in den Vorjahren. Genau das macht die Wiederbefüllung teurer und wettbewerbsintensiver.
  • Besonders exponiert bleiben gasintensive Industrien und Warengruppen mit hohem Prozesswärme- oder Feedstock-Anteil. Chemie, Petrochemie, Düngemittel, Glas, Keramik und andere wärmeintensive Prozesse stehen unter direktem TTF-Druck. Für die Beschaffung in DACH wirkt Gas damit nicht nur als Energiekosten, sondern teilweise direkt als Rohstoffbasis.

What is driving the price right now?

Der TTF-Benchmark hat sich seit dem letzten Update nicht beruhigt, sondern weiter verfestigt. Ende März notiert TTF bei 54,52 EUR/MWh und damit rund 70 % über dem Februardurchschnitt. Für den industriellen Einkauf bleibt Gas damit nicht nur ein Energiethema, sondern ein Frühindikator für Kostenentwicklungen in gasintensiven Lieferketten. Der Markt bewertet die aktuelle Lage zunehmend als strukturell, nicht als kurzfristigen Schock.

Der Ausfall katarischer LNG-Mengen ist gravierender als zunächst angenommen

QatarEnergy hat die Produktion in Ras Laffan und Mesaieed nach den Angriffen vom 2. März eingestellt. Neu seit dem letzten Update: Berichte deuten darauf hin, dass die Schäden an der LNG-Infrastruktur schwerwiegender sind als anfänglich kommuniziert. QatarEnergy hat Force Majeure auf Lieferverträge nach Italien, Belgien, Südkorea und China erklärt. Katar liefert rund 20 % des globalen LNG-Handels — ein Ausfall in dieser Größenordnung über Wochen oder Monate ist für den europäischen Gasmarkt ein erheblicher Stressfaktor.

Die Speicherlage hat sich weiter verschlechtert

Die EU-Speicher liegen Ende März bei rund 28,4 % Füllstand — rund 5 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Deutschland steht bei etwa 22 %, die Niederlande bei kritischen 6 %. Für den Markt heißt das: Die anstehende Wiederbefüllung auf das 90-%-Ziel startet aus einer schwächeren Position als in den Vorjahren und wird durch den Wegfall katarischer LNG-Mengen erheblich teurer und wettbewerbsintensiver. Das ist einer der wichtigsten Gründe, warum der Markt trotz stabiler physischer Versorgung in Deutschland weiter auf erhöhtem Niveau handelt.

Investmentbanken rechnen mit weiter steigenden Gaspreisen

Mehrere große Investmentbanken haben ihre TTF-Prognosen für das zweite Quartal 2026 deutlich nach oben korrigiert. Der Konsens verschiebt sich klar in Richtung eines anhaltend hohen Preisniveaus. Für den Einkauf ist das relevant, weil es zeigt: Der Markt rechnet nicht mit einer schnellen Rückkehr auf das Februarniveau, sondern mit anhaltend hohen Gaskosten mindestens bis in den Sommer hinein.

Deutschland bleibt physisch stabil versorgt, aber nicht vom Preis entkoppelt

Die Bundesnetzagentur bewertet die Gasversorgung in Deutschland weiterhin als stabil. Deutschland bezieht LNG aktuell vor allem aus den USA und verfügt über zusätzliche Importwege über Norwegen, die Niederlande, Frankreich und Belgien. Gleichzeitig bleibt Deutschland über den TTF-Benchmark voll an die europäische Preisbildung gekoppelt. Für den Einkauf ist das der entscheidende Unterschied: Nicht akuter Mangel, sondern ein strukturell höheres Großhandelsniveau und ein teurerer Wiederbeschaffungsmarkt.

Vertragsstruktur entscheidet weiter, wann der Preisschock ankommt

Die Bundesnetzagentur weist weiterhin darauf hin, dass Unternehmen mit Terminmarktabsicherung die aktuellen Preiseffekte nicht sofort spüren. Für den Einkauf heißt das: Zwei Lieferanten mit demselben Gasbedarf können heute sehr unterschiedlich betroffen sein. Genau deshalb lohnt sich in Preisgesprächen die Frage, wie der Lieferant eingedeckt ist und welcher Beschaffungszeitpunkt für die Kalkulation relevant ist.

Where the movement is first becoming apparent

Chemie, Petrochemie und Düngemittel: Warengruppen mit Gas als Feedstock oder zentralem Energieträger sind am direktesten betroffen. Dort wirkt ein höherer TTF nicht nur auf Betriebskosten, sondern teilweise auf die Stoffbasis selbst.

Glas, Keramik und wärmeintensive Fertigung: Prozesse mit hohem Wärmeenergiebedarf spüren den Gaspreisanstieg schneller als Branchen mit niedrigerem Gasanteil. Genau hier ist die Frage nach der Einkaufslogik des Lieferanten am relevantesten.

Strom und stromintensive Lieferketten: Über die Gas-Strom-Kopplung wirkt ein höherer TTF auch in den Strompreis hinein. Der deutsche Baseload-Future ist seit dem letzten Update ebenfalls gestiegen und steht Ende März bei rund 98 EUR/MWh.

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What does this mean specifically for Procurement Germany, Austria, and Switzerland?

Gas nicht nur als Energie, sondern auch als Rohstoff denken.

Besonders relevant ist das in Chemie, Petrochemie, Düngemitteln, Glas, Keramik und anderen wärmeintensiven Prozessen. Dort schlägt ein höherer Gaspreis nicht nur auf die Betriebskosten, sondern teilweise direkt auf die Stoffbasis durch.

Lieferanten nach Hedge- und Beschaffungslogik unterscheiden.

Die aktuelle Lage trifft kurzfristig eingedeckte Lieferanten anders als langfristig abgesicherte. Genau diese Differenz entscheidet, ob ein Preisaufschlag sofort plausibel ist oder eher vorsorglich aufgerufen wird. In Preisgesprächen lohnt sich deshalb die konkrete Frage nach dem Beschaffungszeitpunkt und der Hedge-Struktur.

Bei gasintensiven Warengruppen auf Prozesswärme und Feedstock-Anteil achten.

Für den Einkauf ist nicht nur der Gaspreis entscheidend, sondern wie stark Gas in der jeweiligen Lieferkette überhaupt wirkt. Gerade dort liegt oft mehr Verhandlungspotenzial als in der pauschalen Debatte über den Markt.

Die Wiederbefüllungslogik als Preisfaktor mitdenken.

Die niedrigen Speicherstände in der EU bedeuten, dass Europa im Sommer 2026 aggressiver um LNG-Ladungen konkurrieren wird. Das hält den TTF auch dann auf erhöhtem Niveau, wenn die physische Versorgung in Deutschland kurzfristig stabil bleibt. Für Lieferanten mit rollierender oder kurzfristiger Gasbeschaffung ist das ein realer Kostenfaktor.

Was in Preisgesprächen aktuell plausibel ist und was Sie getrennt prüfen sollten

Plausibel sind derzeit Preisargumente, die sich auf den weiter gestiegenen TTF-Benchmark (rund 70 % über Februarniveau), den anhaltenden Ausfall katarischer LNG-Mengen und eine teurere Wiederbeschaffung stützen. Auch Unternehmen mit hoher Gasabhängigkeit in der Produktion können die aktuelle Marktlage glaubwürdig anführen.

Getrennt prüfen sollten Sie dagegen pauschale Gaszuschläge ohne Offenlegung von Benchmark, Beschaffungszeitpunkt, Hedge-Grad, Transport und Marge. Genau weil die Bundesnetzagentur selbst auf die unterschiedliche Wirkung je nach Vertragsstruktur hinweist, ist diese Trennung aktuell besonders wichtig.

classification

Eine schnelle Rückkehr auf das Februarniveau ist nicht das wahrscheinlichste Szenario. Der Markt hat die anfängliche Panik zwar geordnet, handelt aber weiter deutlich über dem Niveau vor dem Schock. Für industrielle Beschaffung bleibt Gas ein Thema aus Preis plus Unsicherheit plus indirekter Wirkung über Strom und gasintensive Lieferketten.

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75 %

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>5.000

Price increases prevented with Defender Agent

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Erdgaspreis Prognose: Einschätzung unseres Procurement Intelligence Teams

base case scenario

50 bis 65 EUR/MWh für den TTF-Benchmark

Für die nächsten 4 bis 6 Wochen ist ein TTF-Niveau oberhalb von 50 EUR/MWh das wahrscheinlichste Bild. Die physische Versorgung in Deutschland bleibt stabil, doch der Markt ist durch den anhaltenden Ausfall katarischer LNG-Mengen, die niedrigen Speicherstände und die geopolitische Unsicherheit strukturell gestützt. Gleichzeitig zeigt der bisherige Verlauf, dass Deeskalationssignale den Preis nur kurzzeitig drücken. Solange Europa mit niedrigen Speichern in die Wiederbefüllung geht und qatarische Mengen ausfallen, bleibt das Preisniveau klar über dem Februar-Niveau.

risk scenario

65 bis 100 EUR/MWh für den TTF-Benchmark

Das Aufwärtsrisiko bleibt erheblich. Die jüngsten Berichte deuten darauf hin, dass die Schäden an Katars LNG-Infrastruktur gravierender sind als zunächst angenommen und eine Normalisierung der Lieferungen deutlich länger dauern könnte als vom Markt eingepreist. Wenn Europa im Sommer aggressiv um Ersatzmengen konkurrieren muss und die Speicherbefüllung auf das 90-%-Ziel hin teurer wird, sind TTF-Niveaus über 80 EUR/MWh nicht auszuschließen.

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Frequently asked questions

Warum sind die EU-Speicherfüllstände für den Gaspreis relevant?
+

Weil die EU gesetzlich vorschreibt, dass Gasspeicher vor dem Winter auf mindestens 90 % gefüllt sein müssen. Die Wiederbefüllung startet 2026 bei nur rund 29 % — deutlich unter dem Vorjahresstand. Das bedeutet, dass Europa im Sommer mehr Gas einkaufen muss, was den TTF-Preis zusätzlich stützt, besonders wenn gleichzeitig katarische LNG-Mengen fehlen.

Wann ist ein gasbedingter Preisaufschlag eines Lieferanten plausibel?
+

Dann, wenn der Lieferant in einem gasintensiven Prozess arbeitet und seine Beschaffungslogik tatsächlich von den aktuellen Großhandelspreisen betroffen ist. Die Bundesnetzagentur weist selbst darauf hin, dass Unternehmen mit Terminmarktabsicherung die aktuellen Preiseffekte nicht sofort spüren. Genau diese Trennung — kurzfristig vs. langfristig eingedeckt — ist der zentrale Prüfpunkt in Verhandlungen.

Ist die aktuelle Gasversorgung in Deutschland gefährdet?
+

Nein, die Bundesnetzagentur bewertet die Versorgungslage als stabil und das Risiko einer angespannten Versorgungslage als gering. Deutschland importiert LNG aktuell hauptsächlich aus den USA und verfügt über zusätzliche Importwege über Norwegen, die Niederlande, Frankreich und Belgien. Die Auswirkungen sind derzeit vor allem preislicher, nicht physischer Natur.

Wie wirkt sich die Hormuz-Blockade konkret auf deutsche Gaspreise aus?
+

Deutschland bezieht sein Gas nicht direkt durch die Straße von Hormus, ist aber über den globalen LNG-Markt indirekt betroffen. Katar liefert rund 20 % des globalen LNG-Handels. Wenn diese Mengen ausfallen, steigt der Wettbewerb um verbleibende LNG-Ladungen weltweit — und damit der TTF-Preis, zu dem auch deutsche Importeure einkaufen.

Warum zeigt die Seite den TTF-Benchmark und nicht den deutschen Endkundenpreis?
+

Weil der TTF der zentrale Großhandelsbenchmark für Erdgas in Europa ist. Endkundenpreise enthalten Netzentgelte, Steuern und Lieferantenmarge — sie sind für die Beurteilung von Beschaffungskosten und Preisgleitklauseln im industriellen Einkauf weniger aussagekräftig als der TTF.

Aktueller Erdgaspreis (TTF)
54,52
EUR/MWh
1 month
+70 %
3 months
+77 %
12 months
+16 %
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