Procurement Glossary
PO Cycle Time: Durchlaufzeit von Bestellungen im Einkauf
November 19, 2025
Die PO Cycle Time bezeichnet die Gesamtdurchlaufzeit von der Erstellung einer Bestellung bis zu deren vollständiger Abwicklung. Diese Kennzahl ist entscheidend für die Effizienz von Beschaffungsprozessen und beeinflusst maßgeblich die Liquidität und Lieferfähigkeit von Unternehmen. Erfahren Sie im Folgenden, was PO Cycle Time genau bedeutet, welche Methoden zur Optimierung existieren und wie Sie diese Kennzahl strategisch nutzen können.
Key Facts
- Misst die komplette Zeitspanne vom Bestellauftrag bis zur finalen Abwicklung
- Beeinflusst direkt Working Capital und Cash-Flow-Management
- Typische Werte variieren zwischen 5-30 Tagen je nach Branche und Komplexität
- Automatisierung kann die PO Cycle Time um bis zu 70% reduzieren
- Korreliert stark mit Lieferantenzufriedenheit und Prozessqualität
Contents
Definition: PO Cycle Time
Die PO Cycle Time umfasst alle Prozessschritte von der Bestellerstellung bis zur vollständigen administrativen Abwicklung einer Purchase Order.
Kernkomponenten der PO Cycle Time
The total throughput time is made up of several sub-processes:
- Bestellerstellung und interne Freigabe
- Übermittlung an den Lieferanten
- Auftragsbestätigung und Bearbeitung
- Incoming goods and quality inspection
- Rechnungsstellung und Payment-Prozess
PO Cycle Time vs. Lead Time
Während die Lead Time primär die Lieferzeit des Lieferanten betrachtet, erfasst die PO Cycle Time den gesamten internen und externen Prozessablauf. Die Durchlaufzeit von Banf zu PO ist dabei ein wichtiger Teilaspekt der Gesamtzykluszeit.
Bedeutung der PO Cycle Time im Einkauf
Eine optimierte PO Cycle Time verbessert die Planbarkeit, reduziert Lagerkosten und stärkt Lieferantenbeziehungen. Sie ist ein zentraler Indikator für die Prozessreife und Digitalisierung der Beschaffungsorganisation.
Methods and procedures
Verschiedene Ansätze ermöglichen eine systematische Verkürzung der PO Cycle Time durch Prozessoptimierung und Technologieeinsatz.
Process automation
Die Implementierung automatisierter Workflows reduziert manuelle Eingriffe erheblich. Der Automatisierungsgrad bei Rechnungen und die Touchless Rate sind dabei zentrale Erfolgsindikatoren.
- Elektronische Bestellfreigabe-Workflows
- Automatische Lieferantenbenachrichtigung
- Digitale Wareneingangsbuchung
Three-Way-Match-Optimierung
Ein effizienter Abgleich von Bestellung, Lieferschein und Rechnung beschleunigt die Abwicklung. Die Three-Way-Match-Rate sollte dabei kontinuierlich überwacht werden.
Supplier integration
Direkte EDI-Verbindungen und Lieferantenportale verkürzen Kommunikationswege. Die Katalogquote unterstützt dabei standardisierte Bestellprozesse.

Tacto Intelligence
Combines deep procurement knowledge with the most powerful AI agents for strong Procurement.
Wichtige KPIs für die PO Cycle Time
Relevante Kennzahlen ermöglichen eine präzise Messung und kontinuierliche Verbesserung der Bestellabwicklungsgeschwindigkeit.
Durchschnittliche Zykluszeit
Die mittlere Durchlaufzeit aller Bestellungen innerhalb eines definierten Zeitraums. Segmentierung nach Warengruppen, Lieferanten oder Bestellwerten ermöglicht detaillierte Analysen und gezielte Optimierungsmaßnahmen.
Prozessqualitätsindikatoren
Die Fehlerquote bei Rechnungen und Reklamationsquote beeinflussen direkt die Zykluszeit. Hohe Qualität reduziert Nachbearbeitungsaufwand und beschleunigt den Gesamtprozess.
Zahlungsperformance
Die Skontoquote und Days Payable Outstanding zeigen die Effizienz der finalen Prozessschritte. Optimierte Zahlungsprozesse verkürzen die Gesamtzykluszeit und verbessern Lieferantenbeziehungen.
Risks, dependencies and countermeasures
Verschiedene interne und externe Faktoren können die PO Cycle Time negativ beeinflussen und erfordern proaktive Risikomanagement-Strategien.
System failures and technical faults
IT-Ausfälle können Bestellprozesse vollständig lahmlegen. Redundante Systeme, regelmäßige Backups und definierte Notfallprozeduren minimieren Ausfallzeiten und gewährleisten Geschäftskontinuität.
Supplier dependencies
Verzögerungen bei der Auftragsbestätigung oder unzuverlässige Termintreue verlängern Zykluszeiten. Ein diversifiziertes Lieferantenportfolio und kontinuierliches Supplier Rating reduzieren diese Risiken.
Compliance-Anforderungen
Regulatorische Vorgaben können zusätzliche Prüfschritte erfordern. Die Contract Compliance muss dabei effizient in den Gesamtprozess integriert werden, ohne die Durchlaufzeit unverhältnismäßig zu verlängern.
Practical example
Ein Maschinenbauunternehmen reduzierte seine PO Cycle Time von 12 auf 4 Tage durch Einführung einer integrierten E-Procurement-Lösung. Automatisierte Freigabeworkflows, elektronische Lieferantenanbindung und digitaler Wareneingang eliminierten manuelle Prozessschritte. Die Implementierung erfolgte in drei Phasen:
- Digitalisierung der internen Freigabeprozesse
- Integration der Top-20-Lieferanten via EDI
- Automatisierung des Three-Way-Match-Prozesses
Current developments and effects
Digitale Transformation und KI-basierte Lösungen revolutionieren die Geschwindigkeit und Qualität von Purchase-Order-Prozessen.
AI-supported process optimization
Künstliche Intelligenz analysiert Bestellmuster und identifiziert Engpässe automatisch. Machine Learning optimiert Freigabeprozesse und prognostiziert Durchlaufzeiten basierend auf historischen Daten und aktuellen Parametern.
Cloud-basierte Procurement-Plattformen
SaaS-Lösungen ermöglichen Echtzeit-Kollaboration zwischen allen Beteiligten. Integration von Lieferanten, internen Stakeholdern und Finanzabteilung in einer einheitlichen Plattform reduziert Medienbrüche erheblich.
Predictive analytics
Vorausschauende Analysen verbessern die Planungsqualität und reduzieren Eilbestellungen. Die Forecast Accuracy wird dabei zum entscheidenden Erfolgsfaktor für optimierte Zykluszeiten.
Conclusion
Die PO Cycle Time ist ein zentraler Indikator für die Effizienz von Beschaffungsprozessen und beeinflusst maßgeblich Working Capital und Lieferantenbeziehungen. Durch systematische Digitalisierung und Prozessoptimierung lassen sich erhebliche Verbesserungen erzielen. Kontinuierliches Monitoring und datenbasierte Entscheidungen sind dabei erfolgskritisch für nachhaltige Optimierungen.
FAQ
Was ist eine typische PO Cycle Time?
Typische Werte liegen zwischen 5-30 Tagen, abhängig von Branche, Komplexität und Digitalisierungsgrad. Standardprodukte erreichen oft 3-7 Tage, während komplexe Investitionsgüter 20-45 Tage benötigen können.
Wie wird die PO Cycle Time berechnet?
Die Berechnung erfolgt vom Zeitpunkt der Bestellerstellung bis zur vollständigen administrativen Abwicklung. Gemessen wird in Kalendertagen oder Arbeitstagen, je nach Unternehmensstandard und Analysezweck.
Welche Faktoren beeinflussen die Zykluszeit am stärksten?
Automatisierungsgrad, Lieferantenintegration und interne Freigabeprozesse haben den größten Einfluss. Manuelle Medienbrüche und komplexe Genehmigungsstrukturen verlängern die Durchlaufzeit erheblich.
Wie kann die PO Cycle Time nachhaltig optimiert werden?
Systematische Prozessanalyse, schrittweise Digitalisierung und kontinuierliches Monitoring sind erfolgskritisch. Lieferantenentwicklung und interne Change-Management unterstützen nachhaltige Verbesserungen der Gesamtperformance.



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