Procurement Glossary
Bestellquote pro Katalog: Kennzahl für Katalognutzung im Einkauf
November 19, 2025
Die Bestellquote pro Katalog misst den Anteil der Bestellungen, die über elektronische Kataloge abgewickelt werden. Diese Kennzahl zeigt, wie effektiv Unternehmen ihre digitalen Beschaffungskanäle nutzen und standardisierte Einkaufsprozesse etablieren. Eine hohe Bestellquote pro Katalog deutet auf optimierte Beschaffungsabläufe und bessere Kostenkontrolle hin. Erfahren Sie im Folgenden, wie diese Kennzahl berechnet wird, welche Vorteile sie bietet und wie Sie die Katalognutzung strategisch steigern können.
Key Facts
- Misst den prozentualen Anteil von Katalogbestellungen an der Gesamtzahl aller Bestellungen
- Typische Zielwerte liegen zwischen 60-80% je nach Branche und Reifegrad der Digitalisierung
- Direkte Korrelation mit Prozesseffizienz und Kosteneinsparungen im Einkauf
- Wichtiger Indikator für die Akzeptanz digitaler Beschaffungstools bei Mitarbeitern
- Enables better spend transparency and compliance control
Contents
Definition: Bestellquote pro Katalog
Die Bestellquote pro Katalog definiert sich als Verhältnis zwischen über Kataloge abgewickelten Bestellungen und der Gesamtanzahl aller Bestellungen in einem bestimmten Zeitraum.
Kernaspekte der Kennzahl
Die Berechnung erfolgt nach der Formel: (Anzahl Katalogbestellungen / Gesamtanzahl Bestellungen) × 100. Dabei werden alle elektronischen Kataloge berücksichtigt, einschließlich Lieferantenkataloge, Punch-Out-Kataloge und interne Produktkataloge.
- Erfassung aller digitalen Bestellkanäle
- Abgrenzung zu manuellen Bestellprozessen
- Zeitraumbezogene Auswertung (monatlich, quartalsweise)
- Kategorienspezifische Differenzierung möglich
Bestellquote pro Katalog vs. Katalogquote
Während die Katalogquote den wertmäßigen Anteil der Katalogbestellungen am Gesamteinkaufsvolumen misst, fokussiert die Bestellquote pro Katalog auf die reine Anzahl der Transaktionen. Beide Kennzahlen ergänzen sich bei der Bewertung der Katalognutzung.
Importance in strategic Procurement
Eine hohe Bestellquote pro Katalog signalisiert erfolgreiche Digitalisierung der Beschaffungsprozesse. Sie korreliert mit verbesserter Three-Way-Match-Rate und reduzierter PO-Cycle-Time, da Katalogbestellungen standardisierte Workflows durchlaufen.
Methoden und Vorgehen bei Bestellquoten pro Katalog
Die systematische Erfassung und Optimierung der Bestellquote pro Katalog erfordert strukturierte Methoden zur Datenerhebung und Prozessverbesserung.
Datenerfassung und Messung
Die Grundlage bildet eine vollständige Erfassung aller Bestellvorgänge mit Kategorisierung nach Beschaffungskanal. ERP-Systeme und Procurement-Plattformen liefern die notwendigen Transaktionsdaten.
- Automatisierte Datenextraktion aus Bestellsystemen
- Klassifizierung nach Katalog- und Nicht-Katalog-Bestellungen
- Bereinigung um Sonderfälle und Ausnahmen
- Regelmäßige Validierung der Datenqualität
Analysis and segmentation
Eine differenzierte Betrachtung nach Warengruppen, Abteilungen oder Lieferanten deckt Optimierungspotenziale auf. Die ABC-Analyse hilft bei der Priorisierung von Verbesserungsmaßnahmen.
Steigerungsstrategien
Zur Erhöhung der Quote werden Change-Management-Ansätze mit technischen Verbesserungen kombiniert. Schulungen, Anreizsysteme und die Optimierung der Katalogqualität fördern die Nutzerakzeptanz und steigern die Catalogue-Compliance.

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Kennzahlen zur Steuerung von Bestellquoten pro Katalog
Die effektive Steuerung der Bestellquote pro Katalog erfordert ein System ergänzender Kennzahlen, die verschiedene Aspekte der Katalognutzung abbilden.
Primary key performance indicators
Neben der Bestellquote selbst liefern verwandte Metriken wichtige Einblicke in die Katalogperformance. Die Katalogquote ergänzt die mengenbasierte Betrachtung um die wertmäßige Dimension.
- Katalogquote (wertmäßiger Anteil)
- Durchschnittlicher Bestellwert pro Katalogbestellung
- Anzahl aktiver Katalognutzer
- Katalogabdeckung nach Warengruppen
Prozessqualitätskennzahlen
Qualitätsindikatoren bewerten die Effizienz katalogbasierter Beschaffungsprozesse. Die Requisition-Cycle-Time und Automatisierungsgrad bei Rechnungen zeigen die Prozessoptimierung durch Katalognutzung auf.
Nutzerzufriedenheit und Akzeptanz
Soft-Faktoren wie Benutzerfreundlichkeit und Katalogqualität beeinflussen langfristig die Bestellquote. Regelmäßige Nutzerbefragungen und Analyse der Katalognutzungsmuster identifizieren Verbesserungsbereiche und fördern die nachhaltige Steigerung der Quote.
Risks, dependencies and countermeasures
Bei der Optimierung der Bestellquote pro Katalog entstehen verschiedene Risiken, die durch geeignete Maßnahmen minimiert werden müssen.
Technical dependencies
Die hohe Abhängigkeit von IT-Systemen und Kataloganbietern kann zu Ausfällen und Prozessunterbrechungen führen. Systemausfälle oder fehlerhafte Katalogdaten beeinträchtigen die Beschaffungseffizienz erheblich.
- Implementing redundant system architectures
- Service Level Agreements mit Kataloganbietern definieren
- Notfallprozesse für manuelle Beschaffung etablieren
- Regelmäßige Datenqualitätsprüfungen durchführen
Compliance and control
Eine zu starke Fokussierung auf Katalogbestellungen kann zu Maverick Buying und Umgehung von Compliance-Regeln führen. Mitarbeiter könnten versuchen, Beschränkungen durch alternative Beschaffungswege zu umgehen, was die Contract-Compliance gefährdet.
Qualität vs. Quantität
Die reine Steigerung der Bestellquote ohne Berücksichtigung der Bestellqualität kann zu suboptimalen Beschaffungsentscheidungen führen. Eine ausgewogene Bewertung zusammen mit der Fehlerquote bei Rechnungen gewährleistet nachhaltige Prozessverbesserungen.
Practical example
Ein mittelständisches Maschinenbauunternehmen steigerte seine Bestellquote pro Katalog von 45% auf 78% innerhalb von 18 Monaten. Zunächst analysierte das Einkaufsteam die bestehenden Bestellprozesse und identifizierte häufig bestellte Artikel, die noch nicht in Katalogen verfügbar waren. Durch die systematische Erweiterung der Katalogabdeckung und Schulungen der Mitarbeiter konnte die Quote kontinuierlich gesteigert werden.
- Analyse der Top-100-Artikel nach Bestellhäufigkeit
- Verhandlung mit Lieferanten über Katalogintegration
- Implementierung eines Anreizsystems für Katalognutzung
- Monatliches Monitoring und Feedback an die Fachabteilungen
Trends & Entwicklungen rund um Bestellquoten pro Katalog
Die Digitalisierung der Beschaffung und neue Technologien verändern die Anforderungen an Katalogmanagement und beeinflussen die Entwicklung der Bestellquoten.
AI-supported catalog optimization
Künstliche Intelligenz revolutioniert die Kataloggestaltung durch personalisierte Produktempfehlungen und intelligente Suchfunktionen. Machine Learning analysiert Bestellmuster und optimiert automatisch Katalogstrukturen für höhere Nutzerakzeptanz.
- Predictive analytics for demand forecasts
- Automatisierte Katalogpflege und -aktualisierung
- Intelligente Produktklassifizierung
- Personalisierte Benutzeroberflächen
Mobile Procurement und Self-Service
Mobile Anwendungen und Self-Service-Portale erweitern die Katalognutzung auf neue Nutzergruppen. Die Integration in bestehende Arbeitsabläufe steigert die Bestellquote durch verbesserte Zugänglichkeit und Benutzerfreundlichkeit.
Integration und Standardisierung
Branchenweite Standards wie cXML und OCI fördern die nahtlose Integration verschiedener Katalogsysteme. Dies verbessert die Touchless-Rate und reduziert manuelle Eingriffe in den Bestellprozess erheblich.
Conclusion
Die Bestellquote pro Katalog ist eine zentrale Kennzahl für die Digitalisierung und Effizienz von Beschaffungsprozessen. Sie zeigt nicht nur den Reifegrad der elektronischen Beschaffung auf, sondern korreliert direkt mit Kosteneinsparungen und Prozessoptimierungen. Unternehmen sollten diese Kennzahl systematisch überwachen und durch gezielte Maßnahmen kontinuierlich steigern, um die Vorteile digitaler Kataloge vollständig zu realisieren.
FAQ
Wie wird die Bestellquote pro Katalog berechnet?
Die Bestellquote pro Katalog errechnet sich aus dem Verhältnis der Anzahl Katalogbestellungen zur Gesamtanzahl aller Bestellungen, multipliziert mit 100. Dabei werden alle elektronischen Kataloge berücksichtigt, unabhängig vom Bestellwert. Die Berechnung erfolgt typischerweise monatlich oder quartalsweise für aussagekräftige Trendanalysen.
Welche Zielwerte sind für die Bestellquote pro Katalog realistisch?
Branchenübliche Zielwerte liegen zwischen 60-80%, abhängig von der Digitalisierungsreife und dem Produktspektrum. Unternehmen mit standardisierten Beschaffungsprozessen erreichen oft höhere Werte, während komplexe B2B-Beschaffung niedrigere Quoten aufweist. Eine schrittweise Steigerung um 10-15% pro Jahr gilt als ambitioniert aber erreichbar.
Wie unterscheidet sich die Bestellquote von der Katalogquote?
Die Bestellquote pro Katalog misst die Anzahl der Transaktionen, während die Katalogquote den wertmäßigen Anteil am Gesamteinkaufsvolumen betrachtet. Beide Kennzahlen können stark voneinander abweichen, wenn beispielsweise viele kleine Katalogbestellungen wenigen großen manuellen Bestellungen gegenüberstehen. Für eine vollständige Bewertung sollten beide Metriken gemeinsam analysiert werden.
Welche Faktoren beeinflussen die Bestellquote pro Katalog negativ?
Häufige Hindernisse sind unvollständige Katalogabdeckung, schlechte Benutzerfreundlichkeit der Systeme, fehlende Mitarbeiterschulungen und komplexe Genehmigungsprozesse. Auch technische Probleme, veraltete Produktdaten oder mangelnde Integration in bestehende Workflows können die Quote reduzieren. Eine systematische Ursachenanalyse hilft bei der gezielten Optimierung.



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